Inge Förste

Laserhaarentfernung  - Fakten aus der Praxis

 

Dauerhafte Haarentfernung - ein uralter Wunsch der Menschheit

Seit mehr als 1000 Jahren gehört die dauerhafte Entfernung unerwünschter Haare zu dem Wunschtraum der Menschen. Gleich, ob aus religiösen, kulturellen oder modischen Gründen - Haarentfernung ist ein Teil der Schönheitspflege und Hygiene. Haarentfernung war lange Zeit nur temporär möglich - die Haare kamen immer wieder, oft sogar stärker und dunkler als vor der Entfernung. Nach der Erfindung der Elektrolyse vor ca. 100 Jahren, bei der nicht nur das Haar entfernt, sondern auch die Keimzellschicht und das adipose Gewebe zerstört bzw. geschädigt werden, kann man von dauerhafter Haarentfernung sprechen. Diese Methode war jedoch langwierig und schmerzhaft.

Welche Möglichkeiten der dauerhaften Haarentfernung gibt es heute?

1. Nadelepilation (Elektrolyse, Thermolyse, Blendmethode)

Bei dieser Methode ist die Qualifiaktion des Behandlers für den Erfolg von entscheidender Wichtigkeit. Eine hauchdünne Sonde wird durch den Haarkanal bis zur Haarwurzel geschoben, ein leichter Stromstoß soll die Wachstumszellen zerstören. Der Schmerzfaktor ist je nach Empfindlichkeit von Wärmegefühl bis zu deutlichem Schmerz. Es bleiben kleine Schorfpünktchen, die abheilen. Die Haare müssen für die Behandlung gut sichtbar sein. Mehrfache Behandlungen sind nötig. Die Behandlung ist zeitaufwendig, da jedes Haar einzeln erreicht werden muss. Kleine Narben sind bei ungeübten Behandlern möglich.

2. Blitzlampe (Photoderm-, Epiderm- oder Epilight-Methode)

Flächig wird sehr hohe Energie auf den Haut- und Haarbereich abgegeben, die bis zur Haarwurzel vordringen und das Wachstum stören soll. Der Schmerzfaktor ist unterschiedlich. (gering bis hoch). Nebenwirkungen wie nach einem sehr starken Sonnenbrand sind möglich. Mehrere Nachbehandlungen sind notwendig.

3. Laserepilation

Rubinlaser und Alexandritlaser sind durch ihre Wellenlänge in der Wirkungsweise der Blitzlampe ähnlich.

Hochleistungsdiodenlaser, ND. YAP-Laser und ND YAK-Laser sind hochmoderne pulsierende Laser, meistens mit integrierter Hautkühlung. Der Schmerzfaktor ist sehr gering. Es gibt weniger Nebenwirkungen. Das Risiko von Narbenbildungen ist sehr gering. Insbesondere dunkle Haut kann reagieren (ähnlich einem Sonnenbrand).

Die Methode ist schonend und wirksam. Nach mehreren Anwendungen wird eine nachhaltige bis dauerhafte Wirkung erzielt.

Wie funktioniert die Laserhaarentfernung mit dem Diodenlaser

Das Licht des Lasers dringt in die Haut ein, ohne diese zu beschädigen und wird in der Tiefe durch Pigmente der Haarwurzel und des Haarfollikels absorbiert. Der Lichtpuls des Lasers dauert nur einen Sekundenbruchteil lang, aber lange genug, um das Follikel zu zerstören. Umliegende Strukturen werden nicht beeinträchtigt.

Die Haare sind nicht sofort verschwunden, sie fallen ca. 1 - 4 Wochen nach der Behandlung aus. Weil nur das Licht des Lasers die Haut durchdringt, kommt es zu keinen allergischen Reaktionen oder Infektionen. Die Wirksamkeit der Haarentfernung mit Laser ist mit klinischen Studien belegt.

Die Haare können mit allen Lasern nur in der Wachstumsphase entfernt werden.

Was sind die Zyklen der Wachstumsphasen des Haares?

Haarwachstum vollzieht sich in Wachstums- und Ruhephasen. Nur in den Wachstumsphasen wirkt das Licht des Lasers auf die Haarwurzeln. Darum sind mehrere Sitzungen erforderlich, um wirklich alle Haarwurzeln effektiv behandeln zu können.

Werfen wir einen Blick auf die Zyklen des Haarwachstum:

Anagen =  die Wachstumsphase

Katagen = die Übergangsphase (Ruhephase)

Telogen = die Ausfallsphase

Wenn das Haar in der Wachstumsphase vom Laser getroffen wurde, fällt es aus, ohne dass ein neues Haar nachwächst.

Meine Erfahrungen nach 4 Jahren Laserhaarentfernung

Schlagzeilen, dass man/frau den Rasierapparat nach einer einzigen Lasersitzung wegwerfen kann, sind garantiert gelogen.

In den letzten 4 Jahren habe ich Erfahrung mit unterschiedlichen Lasern zur Haarentfernung gesammelt. Aufgrund meiner Erfahrungen mit unterschiedlichen Lasern, habe ich mich für den Einsatz eines Diodenlasers in unserem Insitut entschieden. Dieser Laser bietet für unseren Kundinnen und Kunden optimale Ergebnisse und ist auch für den Behandler ergonomisch optimal ausgerichtet.

Um die Fragen vieler Interessenten nach der Anzahl der Behandlungen offen und ehrlich beantworten zu können, habe ich eine Statistik (keine wissenschaftliche Studie) von 100 ausgewählten Kundinnen und Kunden unterschiedlichen Alters, die an unterschiedlichen Stellen gelasert wurden, geführt.

35 %           4 - 5 Behandlungen

45 %          6 - 8 Behandlungen

10 %          9 - 12 Behandlungen

5 %           über 12 Behandlungen

5 %           konnte kein endgültiger Erfolg erzielt werden

Aussagen von Firmen, dass eine dauerhafte Haarentfernung nach zwei Laserbehandlungen möglich ist, kann ich absolut nicht bestätigen.

Nebenwirkungen  (leichte Blasenbildung) habe ich bisher nur bei ganz wenigen Kundinnen und Kunden festgestellt.Bei diesen Kunden habe ich die Laserbehandlung abgebrochen. Die Haut dieser Kunden ist nach m.M. für die Laserbehandlung nicht geeignet.

Zur Laserhaarentfernung gibt es natürlich auch wissenschaftliche Studien.

Klinische Studien belegen, dass nach einer Laserbehandlung Haare - wenn überhaupt - nur noch langsam und sehr fein nachwachsen. (Das kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen).

Bei einigen Kunden ist nach meinen Erfahrungen ein Jahr nach Ende der Behandlung eine Nachbehandlung der Flaumhaare notwendig. Dieses war dann aber mit einer Behandlung erledigt. Warum und weshalb dies bei einigen Menschen aufgetreten ist, war vorher nicht absehbar. Das ist sehr individuell. Sicherlich kann es damit zusammenhängen, dass genetisch sehr viel mehr Follikel angelegt sind, als im Laufe des Lebens abhängig von Hormonen und anderen Einflüssen zu Terminalhaaren wachsen.

 

 

copyright: Inge Förste

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